Under Armour, Adidas, Nike, Puma und Sportfunktionskleidung

Under Armour, Adidas, Nike und Puma – Anbieter von Sportfunktionskleidung

Marken wie Under Armour, Adidas, Nike und Puma sind, was sicherlich nicht überrascht, wohl jedem Sportler ein Begriff. Der Markt für Sportfunktionskleidung erlebt in den letzten Jahren einen bemerkenswerten Aufschwung.

Immer mehr Sportler und Sportbegeisterte entscheiden sich für funktionale Sportbekleidung der genannten Anbieter, da diese eine Reihe von Vorteilen bietet.

Ausschlaggebend dabei ist die Tatsache, daß sich bei der Bekleidung für Sportler in der vergangenen Zeit eine tiefgreifende Veränderung vollzog.

Noch vor einigen Jahren setzte man in allen Sportdisziplinen weitgehend die gleiche Kleidung ein. Im Sommer und in der Halle waren diese kurze Hosen, sprich Shorts, sowie T-Shirts neben Vereinstrikots und ähnliches getragen. Zumeist bestanden diese aus Baumwolle und vergleichbaren natürlichen Materialien.

Bei sportlichen Aktivitäten im Freien während der kalten Jahreszeiten wurden von den meisten Sportlern lange Hosen, oft auch als Trainingshosen bezeichnet, favorisiert. Und um den Oberkörper ausreichend warm zu halten, wurden T-Shirts und über diesen Sweatshirts oder leichte Jacken sowie verschiedene Arten von Mützen getragen.

Sportkleidung von Under Armour, Adidas, Nike, Puma für zahlreiche Indoor- und Outdoor-Sportarten

Sportbekleidung und die Entstehung von Sportfunktionskleidung

Führende Sportbekleidungs-Hersteller wie Adidas, Puma und Nike ebenso wie kleinere, weniger bekannte aber innovative Unternehmen wie beispielsweise Under Armour, McDavid, Mueller und Skins erkannten die spezifischen Bedürfnisse, die in einzelnen Sportarten bestanden. Und versuchten, diese durch die Entwicklung hierauf spezialisierter Sportfunktionsbekleidung zu befriedigen. Während sie gleichzeitig, wie beispielsweise McDavid und Mueller Sports, ihr bestehendes Produktsortiment, das sich vor allem auf den Bereich Bandagen konzentrierte, weiter ausbauten.

Die Bekleidungsstücke, die vor diesem Hintergrund auf den Markt kamen, lassen sich prinzipiell in drei Gruppen unterteilen:

1) Thermo-Sportbekleidung, mit der der Körper gegen Kälte geschützt wird.

2) Protektions-Sportbekleidung, die zum Schutz des Sportlers und ausgewählter Körperregionen gegen Verletzungen dient.

3) Kompressions-Sportbekleidung, die Druck auf die Muskulatur ausübt und dadurch die Durchblutung erhöht.

Thermo-Sportbekleidung: Anwendung, Vorzüge und Anbieter

Thermokleidung wie Thermohosen und Thermoshirts, aber auch Pullis, Jacken und sogenannte Hoodies kommen in erster Linie bei Sportarten zum Einsatz, die im Freien und insbesondere in der kalten Jahreszeit betrieben werden.

Zu denken ist hier natürlich an alle Arten von Wintersport, sei es Skilanglauf, Alpin-Ski, Snowboarding, Skitouren und Schneeschuhe-Wandern. Um sich wirksam gegen Kälte zu schützen, gibt es sowohl Thermo-Unterwäsche wie lange Unterhosen und Oberteile, die unter der normalen Skibekleidung getragen wird.

Angeboten werden aber auch Jacken und Hosen, ebenso wie Pullover, Caps, Mützen und Strümpfe, die Wärme gut am Körper halten, gleichzeitig aber dafür sorgen, daß Schweiß durch die Kleidung nach außen transportiert wird, um dort zu verdunsten. Typisch hierfür ist beispielsweise die Serie Under Armour Cold Gear.

Bewerkstelligt wird dies durch spezielle Stoffe und Gewebe, die in derartiger Sportbekleidung zum Einsatz kommen. In der Regel handelt es sich um synthetische Stoffe, von denen viele in den letzten Jahren entweder stark verbessert oder neu entwickelt wurden. Häufig verwendete Materialien sind Polyamid, Polyester und Elastan.

Aber auch außerhalb des Wintersports findet Thermo-Sportbekleidung in zwischen vielfach Verwendung. Typische Einsatzbereiche sind Laufsportarten, Leichtathletik, aber auch zahlreiche Ballsportarten, die im Freien und insbesondere bei niedrigen Temperaturen im Freien ausgeübt werden. Zu nennen sind aber auch Wandern, Trecking, Nordic Walking und verwandte Sportarten.

Beim Laufen im Freien, aber auch bei Ballsportarten wie Fussball, ist ein ausreichender Schutz gegen Kälte sehr wichtig. Nicht nur, um nicht zu frieren, sondern auch um die Muskulatur immer warm zu halten, wodurch dem Auftreten von Verletzungen entgegengewirkt wird.

Auch Thermo-Sportbekleidung, wie sie bei Lauf- und Ballsportarten verwendet wird, gibt es in vielen verschiedenen Modellen und Ausführungen von einer Vielzahl unterschiedlicher Hersteller. Das Spektrum reicht von Sportjacken wie etwa Fleecejacken, Tops und Sport-BHs, Shirts, Sweatshirts, Langarmshirts, T-Shirts, Pullovern und Hoodies über lange Hosen bis zu Strümpfen, Handschuhen und Kopfbekleidung wie Caps und Mützen.

Um eine hohe Wärmewirkung zu erreichen, werden hochwertige Materialien bei der Fertigung dieser Sportkleidung eingesetzt. Besonders wichtig ist es dabei, Stoffe mit einem möglichst geringen Gewicht zu verwenden, die gleichzeitig eine hohe wärmeisolierende Wirkung haben, damit möglichst viel Körperwärme gehalten wird.

Besonders bekannt ist dabei Gore-Tex, ein Material das eine hohe wärmeisolierende Wirkung mit niedrigem Gewicht verbindet und aufgrund seiner hohen Qualität von einer großen Zahl von Bekleidungsherstellern eingesetzt wird. Verwendung findet Gore-Tex aber nicht nur bei Bekleidung, sondern auch bei Schuhen.

Verbunden ist dies mit der Anforderung, Schweiß möglichst rasch vom Körper weg zu transportieren und an der Außenseite der Kleidung zu verdunsten. Gleichzeitig muß das Gewebe sehr flexibel sein, um sich individuellen Körperkonturen gut anzupassen. Außerdem ist eine hohe Reißfestigkeit und Belastbarkeit von Bedeutung, da es bei manchen Sportarten, wie etwa bei Fußball, schon etwas rauher zugehen kann und die Bekleidung damit hohen Belastungen ausgesetzt wird.

Wichtige Hersteller von Thermo-Sportbekleidung sind bekannte Markenfirmen wie Adidas, Puma, Bench, Bogner, Reusch, Chiemsee und Schöffel. Alle diese Firmen bietet ein breites Spektrum unterschiedlicher Produkte an, von denen zur Verwendung in speziellen Sportarten besonders ausgelegt sind.

Spricht man über den Markt für Thermo-Sportbekleidung sind aber auch sogenannte Outdoor-Ausrüster wie Fjällräven, Jack Wolfskin, Salewa, North Face und Vaude zu nennen. Insbesondere für Bergsteigen, Bergwandern, Wandern, Trecking und Nordic Walking, aber auch für alle Wintersportarten bieten diese Hersteller ein beachtliches Programm an Sportbekleidung zum Schutz gegen Kälte.

Protektions-Sportbekleidung zum Schutz gegen Verletzungen

Besonders wichtig ist Protektions-Sportbekleidung in allen Sportdisziplinen, bei denen ein direkter Kontakt zu anderen Sportlern und insbesondere zu “gegnerischen” Sportteilnehmern kommt. An erster Stelle ist hier natürlich an alle Arten von Kampfsport zu denken, wenngleich sich bei den meisten Kampfsportarten zumindest im Wettkampf der Schutz auf Mundschutz und Tiefschutz beschränkt.

Im Training wird dagegen sehr wohl Schutzbekleidung getragen, während bei Ballsportarten wie etwa Fussball und Handball auch während des Wettkampfs für Schutz gesorgt wird. Typisch sind hierbei Handball Knieschützer und Ellenbogenschützer beim Handball sowie Knöchelschützer beim Fußball.

Immer größere Bedeutung findet Sportbekleidung mit schützender Wirkung bei zahlreichen Ballsportarten wie Fussball, Handball, Basketball, Volleyball, Hockey, Inline-Hockey, aber auch bei Eishockey, Inline Skating und Skateboarding.

Bei einigen der genannten Disziplinen, wie etwa bei Volleyball, Inline Skating besteht kein direkter körperlich Kontakt zu anderen Sportler. Trotzdem ist bei diesen aber ein besonderer Schutz ausgewählter Körperteile und insbesondere von Knien und Ellenbogen, aber auch des Sprunggelenks notwendig. Ausschlaggebend hierfür ist die gesundheitliche Gefahr, die von Stürzen ausgeht und bei denen zuerst Knie und Ellenbogen, oft aber auch das Sprunggelenk in Mitleidenschaft gezogen wird.

Mannschaftssportarten wie Fussball, Handball, Basketball und Hockey zeichnen sich im Vergleich dazu durch den engen körperlichen Kontakt mit gegnerischen Spielern aus, der eine nicht zu unterschätzende Verletzungsgefahr mit sich bringt. Dabei geht es nicht nur um kontaktbedingte Stürze, sondern auch um Schläge, Stöße und Tritte, die verschiedene Körperbereiche in Mitleidenschaft ziehen können und diese einer hohen Verletzungsgefahr aussetzen.

Neben dem Tragen von Bandagen, Schonern und Schützern, insbesondere für Knie, Ellenbogen und Knöchel, aber auch für Schulter und Rücken, kam in den letzten Jahren eine Vielzahl von protektiver Sportbekleidung auf den Markt. Zumeist wurden diese für die Bedürfnisse einzelner Sportarten wie Handball und Basketball, aber auch für einzelne Typen von Sportlern wie den Fussball-Torwart entwickelt.

Angeboten wird dabei eine große Zahl verschiedener Artikel wie Shirts und Tops, Shorts und verschieden langen Hosen, in die Schutzpolster integriert sind. Diese Schutzpolster haben die Aufgabe, ausgewählte Körperregionen wie etwa Schultern, Oberschenkel, Rippen oder Wirbelsäule gegen die Wirkung von Schlägen, Stößen oder Tritten zu schützen.

Derartige Protektionskleidung wird häufig unter dem Trikot oder der üblichen Mannschaftskleidung getragen, wie beispielsweise bei Fussball, Handball und Basketball. Dabei handelt es sich in der Regel nicht um Unterwäsche, sondern um Kleidungsstücke wie Shirts, die man unter dem Trikot anzieht. Es gibt aber auch Ausführungen, die anstelle von Trikots und Hosen getragen werden.

Die Schutzpolster bewirken dabei eine Dämpfung der von außen einwirkenden Kraft, ohne eine nennenswerte Einschränkung der Beweglichkeit zu verursachen. Auch sind diese so angebracht, daß ein ausreichender Wärmeaustausch gewährleistet ist und Schweiß von der Haut durch das Gewebe nach außen abgeleitet wird.

Ein weltweit bekannter Hersteller in diesem Marktsegment ist die Firma Under Armour, die seit vielen Jahren spezielle Protektionskleidung für eine Vielzahl unterschiedlicher Sportarten entwickelt und fertigt.  Diese sind in verschiedenen Ausführungen für Herren und Damen erhältlich. Hierzu gehören insbesondere Hosen, Shorts, Jacken, Shirts und Unterwäsche.

Zu anderen Herstellern, die seit einigen Jahren in diesem Markt aktiv sind, gehören die Firmen McDavid und Rehband. McDavid bot ursprünglich Schutzbekleidung im Bereich American Football an, weitete dann aber das Warenangebot aus und bietet nun eine große Zahl unterschiedler Artikel für Sportarten wie Rugby, Fussball, Fussball-Torwarte, Handball und Basketball an. Inzwischen bietet dieser US-amerikanische Hersteller auch eine Serie von Ski-Bekleidung mit integrierten Schutzpolstern an all den Körperstellen, die bei  Stürzen beim Skifahren besonders betroffen sind.

Nicht vergessen werden sollte in diesem Zusammenhang aber auch der Wintersport in seinen zahlreichen Disziplinen. Und zwar insbesondere solche, bei denen durch Stürze Verletzungen verursacht werden können. Dies gilt besonders für Alpin-Ski und Snowboarding, während im Vergleich dazu bei Skilanglauf, bei Skitouren und bei Schneeschuh-Wanderungen derartige Verletzungen sehr unwahrscheinlich sein.

Kompressions-Sportbekleidung zur Leistungssteigerung

Innerhalb der Sportfunktionskleidung ist Kompressions-Sportbekleidung zweifellos der “Newcomer”. Während Sportkleidung zum Schutz vor Kälte oder gegen Verletzungen schon seit vielen Jahren zu bekommen ist, ist Sportbekleidung mit komprimierender Wirkung erst seit wenigen Jahren auf dem Markt. Sie verdankt ihr Aufkommen einem einfachen Prinzip.

Und dies ist Folgendes: Erhöht man die Durchblutung, sprich, schafft man es, mehr Blut als “normal” in die Muskulatur zu bringen, führt dies zu einer erhöhten Sauerstoffzufuhr in den Muskeln. Eine erhöhte Sauerstoffzufuhr hat zwei entscheidende Vorteile: Sie steigert zum einen die Leistung der Muskeln und reduziert zum anderen die Zeit, die zur Regeneration des Muskels benötigt wird.

Eine derartige Leistungssteigerung ist besonders in Ausdauersportarten wie allen Laufdisziplinen, aber auch bei allen Ballsportarten und im Wintersport von großem Nutzen. Aufgrund der durch die erhöhte Blutzirkulation bedingten zentralen Vorteile von Kompressionskleidung, Leistungssteigerung und beschleunigte Regeneration, findet diese in immer mehr Sportarten Verwendung.

Ein gewohnter Anblick ist komprimierende Sportkleidung bei Laufsportarten wie Jogging, aber auch im Trekking und Nordic Walking. Die enganliegende Kleidung erhöht dabei nicht nur die Leistungsfähigkeit der Muskulatur, sondern wärmt zugleich auch.

Da sie sehr leicht und dünn ist, schränkt sie die Bewegungsfreiheit nicht ein. Und aufgrund der hochwertigen synthetischen Materialien, die bei deren Fertigung verwendet werden, läßt sich derartige Kompressionskleidung auch angenehm tragen. Von vielen Sportlern wird Kompressions-Sportkleidung unter anderer Sportwäsche wie Trikots, Shorts und Hosen getragen. Manche Sportler bevorzugen aber auch ausschließlich komprimierende Sportbekleidung ohne darüberliegende Wäsche.

Einer der bekanntesten Hersteller und zugleich einer der Pioniere im Bereich Kompressions-Sportbekleidung ist Skins. Das in Australien beheimatete Unternehmen bietet ein breites Spektrum von Kleidungsstücken, die sich in verschiedene Serien wie etwa Skins Sport, Skins Triathlon, Skins Fahrrad, Skins Golf, Skins Winter und Skins She unterteilen.

Neben Skins ist aber inzwischen auch eine Reihe weiterer Unternehmen in diesem Markt aktiv und insbesondere weltweit bekannte Markenhersteller wie Adidas, Nike und Puma bieten inzwischen Produkt ein diesem Segment an, das in den letzten Jahren ein beachtliches Wachstum erlebt hat und steigende Aufmerksamkeit von Sportlern verschiedenster Disziplinen auf sich gezogen hat.

Ebenfalls zum Bereich der Kompressions-Sportbekleidung gehören Kompressionsstrümpfe und Kompressionssocken, die vor allem bei Laufsportarten, bei Triathlon und verschiedenen Ballsportdisziplinen zum Einsatz kommen. Diese Socken, wie sie beispielsweise vom deutschen Markenhersteller CEP angeboten werden, üben auf Unterschenkel und Waden eine komprimierende Wirkung mit den damit verbundenen positiven Effekten im Hinblick auf Leistung und Regeneration der Muskeln aus.